Gerade KMUs sind meist risikoaverser als größere. Ist die Scheu noch zeitgemäß?
Prof. Sailer: Das ist so. Aber diese Zurückhaltung sollten die Unternehmen überwinden. Das können sie sehr gut, indem sie die innovationsgetriebene Zusammenarbeit mit einem Start-up von ihrem eigentlichen Kerngeschäft sauber trennen. Die Prozesse im Kerngeschäft sind etabliert, sie müssen laufen. Außerhalb dessen kann man sich Freiräume schaffen. Wichtig ist es, eine gute Governance aufzustellen, klar zu definieren, wie die firmeninterne Innovationsabteilung mit Gründern umgehen soll und dabei sowohl die interne Schnittstelle zwischen Kerngeschäft und dem Innovationsfreiraum als auch die Schnittstelle zwischen Stakeholdern des Unternehmens und den Start-ups gut zu managen. Es muss auch ein klares Budget geben. Wenn das alles fixiert ist, ist das Risiko auch überschaubar und deutlich kleiner als der potenzielle Nutzen: langfristig mehr Umsatz, schnelleres Wachstum und eine höhere Resilienz auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.





































































































































