Welche langfristigen Probleme ergeben sich für Unternehmen aus einem Arbeitnehmermarkt?
„Vor dem Hintergrund von vier disruptiven Trends – Demografie, Digitalisierung, Dekarbonisierung und De-Globalisierung – ist zu erwarten, dass sich der Fachkräftemangel weiter zuspitzen wird. Die demografischen Veränderungen werden in den kommenden Jahren ihre volle Wirkung entfalten: Das Ausscheiden der geburtenstarken Baby-Boomer-Generation aus dem Arbeitsmarkt wird die bestehenden Fachkräfteengpässe verschärfen und voraussichtlich zu neuen Engpässen führen.
Gleichzeitig erfordert die digitale Transformation spezialisierte Fachkräfte, was zu einer erhöhten Nachfrage in allen Branchen nach IT-Kompetenz geführt hat. Der Wettbewerb um diese Fachkräfte hat stark zugenommen. Die Entwicklungen in Richtung Dekarbonisierung und De-Globalisierung erhöhen ebenfalls den Bedarf an Fachkräften in bestimmten Berufsbereichen. Diese Trends verstärken den Wettbewerbsdruck zwischen Unternehmen um gut ausgebildete Fachkräfte.
Personalengpässe haben auch negative Auswirkungen auf die verbleibenden Mitarbeitenden. Sie müssen oft zusätzliche Arbeitslasten bewältigen, was zu Überstunden und einer verringerten Arbeitszufriedenheit führen kann. Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA Kompakt 10/2023) suchen bereits ein Drittel der betroffenen Beschäftigten regelmäßig nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten aufgrund dieser Belastungen.“





































































































































