Spielt das Home Office eine Rolle?
Prof. Dr. Nicolas R. Ziebarth: Das ist sicherlich vorstellbar. Die Menschen sind sehr unterschiedlich. Ein Großteil der Beschäftigten begrüßt es, einen Teil der Arbeit von zuhause erledigen zu können. Die überwiegende Zahl der wissenschaftlichen Studien kommt zu dem Schluss, dass die positiven Aspekte des Home Office überwiegen. Gerade Frauen schätzen es, da sie häufig durch Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflege Älterer eine Mehrbelastung zu tragen haben. Ihnen bringt das Arbeiten von zuhause mehr Flexibilität. Auch insgesamt begrüßen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ein Mehr an freier Zeit, weil etwa die Fahrt zur Arbeit und zurück entfällt. Hinzu kommt, dass in der Regel niemand von seinem Arbeitgeber zum Home Office gezwungen wird, schon gar nicht permanent. Dennoch: Es könnte Menschen geben, für die sich das Home Office nachteilig auf ihre Psyche auswirkt. Zum Beispiel durch soziale Isolation oder durch das Gefühl, nicht mehr zu wissen, wann der Arbeitstag anfängt und wann er aufhört oder dass man Privatleben und Arbeitsalltag vermischt. Dadurch nimmt vielleicht der Druck zu. Wie gut oder wie schlecht man sich im Home Office fühlt, kommt entscheidend auch darauf an, wie man es für sich reglementiert.






































































































































