Welchen Rat geben Sie Unternehmen, die etwas für Mental Health tun wollen?
Nora Dietrich: Es ist wichtig, erst einmal eine Datenbasis zu schaffen. Eine Möglichkeit sind hier die klassischen Mitarbeiterbefragungen. Dort wird ermittelt, wie es den Leuten gerade geht, wo sie die größten Hürden für eine gesunde Arbeit sehen und wo Verbesserungsmöglichkeiten. Noch besser ist es, die sogenannte Gefährdungsbeurteilung Psyche durchzuführen, die seit 2013 Teil des Arbeitsschutzgesetzes ist. Das ist ein systematischer Prozess, bei dem Arbeitgeber die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz ermitteln, bewerten und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeitergesundheit ableiten. Das ist sehr spezifisch und bedürfnisorientiert und schafft das interne Pendant zu den extern eingekauften Maßnahmen wie etwa eine bezahlte Mitgliedschaft im Fitness-Studio.




































































































































