Vernichtet KI Arbeitsplätze?
Sie wird viele Tätigkeiten ersetzen, die heute von Menschen gemacht werden. Angesichts des sich weiter vergrößernden Fachkräftemangels ist das auch gut. KI ist also ein Teil der Lösung dieses durch die Demographie ausgelösten Problems, dessen andere Seite ein riesiger Fortbildungs- und Umschulungsbedarf ist. Wir müssen KI künftig einsetzen, um bestimmte Sachen zu machen, weil die Menschen, die diese Sachen heute machen, in zehn Jahren in Rente gehen. Natürlich ist die Sache komplex und fordert viel Pragmatismus, auch von Betriebsräten und Gewerkschaften. Ich erlebe aber, dass die den Fragen, die sich durch KI ergeben, grundsätzlich offen gegenüberstehen.
Viele Beschäftigte haben die Sorge, dass ihr Arbeitsplatz wegfällt, sie aber noch 20 Jahre oder länger arbeiten müssen. Wie baut man diese Sorgen ab?
Zunächst einmal muss man sie ernst nehmen. Die Ängste sind da und sie sind unterschiedlich ausgeprägt. Die durch KI ausgelösten Veränderungen der Arbeit betreffen auch nicht alle Ebenen gleichermaßen. Die obere Führungsebene noch am wenigsten, denn von dort gehen die Veränderungen ja meistens aus. Es gibt zum Glück immer mehr Veranstaltungen zum Thema KI, in denen diese Sorge auch thematisiert wird. Aber ich bin auch überzeugt, dass wegen des Arbeitskräftemangels jeder gebraucht wird. Wenn es nicht in der einen Firma ist, dann in einer anderen. Arbeitgeber sollten die Mitarbeitenden dabei unterstützen, einen neuen Job zu finden. Im Übrigen hat es Wandel immer gegeben. Was man heute als Arbeitnehmer mehr braucht als früher, ist Flexibilität.






































































































































