Welche Maßnahmen setzten sie denn ein, um ein vielfältiges und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen?
Da haben wir tatsächlich noch jede Menge Nachholbedarf. Wenn wir mal bei der Inklusion angefangen und nur auf Personen mit körperlicher Beeinträchtigung schauen: das Gebäude ist ungefähr so alt wie das Unternehmen selbst. Da sind uns gewisse Grenzen gesetzt. Das ist aber auch aktuell unser Ansatzpunkt, da wir uns damit beschäftigen, neue Arbeitswelten zu implementieren und damit auch einen umfassenden Umbau durchzuführen. Hierbei möchten wir in Zukunft verschiedene Formen der Arbeit schaffen, sodass auch ein größerer Teil an Menschen angesprochen wird. Ansonsten unterstützen wir Sprachkurse mit fachlichem Einschlag, auch weil bestimmte Voraussetzungen natürlich bei den Mitarbeitenden da sein müssen.
Unsere Quote im Bereich Diversität ist nicht besonders gut. Allerdings auch, weil wir bisher noch nicht besonders viele diverse Bewerbungen erhalten haben. Aus meiner Sicht müssen wir dort ansetzen, denn wie wir auftreten und was wir verkörpern, ist möglicherweise auch so nicht für Bewerbende mit einem diversen Background attraktiv. Hierbei muss man sich bewusst machen und analysieren, wie die Branche insgesamt auftritt und aufgrund unserer strategischen Planung festlegen, wie wir uns verändern müssen, sollen und können. Dies betrifft nicht nur den reinen Arbeitsort, sondern vielmehr die Flexibilisierung der Arbeit, die Ansprache, der Umgang mit- und untereinander und die Zusammenarbeit mit allen Menschen. Dahingehend müssen wir erstmal unsere Ambitionen ausformulieren und dann dementsprechend anders auftreten.
Ein inklusives, diverses Arbeitsumfeld, gepaart mit den Möglichkeiten der digitalen Transformation und der Einführung neuer Arbeitswelten ist für uns eine große Herausforderung, jedoch gleichzeitig eine enorme Chance und für uns eine echte Freude, aktiv die Zukunft zu gestalten.