Interesse an Familienunternehmen gewonnen?
Informiere dich in den Firmenprofilen und finde den perfekten Job für Dich.
Der Ursprung des Nachhaltigkeitsbegriffs geht auf das Jahr 1713 zurück, als Carl von Carlowitz den Ausdruck im Kontext der Forstwirtschaft implementierte. Heute unterscheidet die Wissenschaft die drei Säulen der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Auf diesen Ebenen basieren die 17 Zielsetzungen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen. Dazu zählen unter anderem das Voranbringen des Wirtschaftswachstums sowie das Management natürlicher Ressourcen zum Erhalt von Ökosystemen.
Die hohe Relevanz der ökologischen Dimension zeigt sich im gesellschaftlichen Engagement. Im Oktober 2020 demonstrierten in Deutschland über 200.000 Menschen bei mehr als 3.000 Versammlungen der Bewegung „Fridays for Future“.
17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (Foto: United Nations)
Die Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland“ (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Umweltbundesamt 2018) belegt diesen Trend: Sahen 2016 rund 50 % der Befragten den Umwelt- und Klimaschutz als sehr wichtige Herausforderung, stieg dieser Anteil 2018 auf 64 %. Eine Zwischenerhebung für 2019 bestätigt das weiter gewachsene Problembewusstsein.
Auch innerhalb der sozialen Dimension nimmt das Thema, insbesondere für junge Menschen, eine zentrale Rolle ein. Die Repräsentativbefragung „Zukunft? Jugend fragen!“ (BMU 2018) unter 14- bis 22-Jährigen zeigt, dass es fast einem Viertel sehr wichtig ist, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen und sich ökologisch zu verhalten. Für zwei Drittel der Befragten ist Umwelt- und Klimaschutz wichtiger als wirtschaftliches Wachstum.
Für Unternehmen gewinnt die Orientierung an diesen Werten ebenfalls an Relevanz. Die Studie „Nachhaltigkeit in Familienunternehmen“ (Wittener Institut für Familienunternehmen 2020) zeigt, dass ein Großteil dieser Unternehmen entsprechende Maßnahmen als gesellschaftliche Verpflichtung und unternehmerische Chance sieht. Durch ihre Ausrichtung planen Familienunternehmen in Generationen voraus – sowohl hinsichtlich der finanziellen Sicherung als auch in Bezug auf die Mitarbeiter:innen. Soziale Verantwortung bildet einen festen Bestandteil ihres Wertekanons. Der Impuls für entsprechende Maßnahmen geht häufig von den Unternehmerfamilien aus und wirkt etwa durch gesteigerte Effizienz in der Fertigung positiv zurück.
Prof. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, hebt das Engagement bei der Anwendung von Technologien und dem Einsatz erneuerbarer Energien in der Produktion hervor (Presseinformation, Stiftung Familienunternehmen, 2021). Die Stiftung 2° unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Über die 2019 gegründete „Unternehmerinitiative Klimaschutzgesetz“ begleiteten engagierte Unternehmen den Gesetzgebungsprozess mit Know-how, wie im „Jahresbericht 2019 - Achtes Arbeitsjahr“ (Stiftung 2° 2019) dokumentiert ist.
Eine Tätigkeit in Familienunternehmen entspricht dem Wunsch vieler Beschäftigter nach einer sinnstiftenden Aufgabe. Mitarbeiter:innen können Einfluss auf bestehende Strukturen nehmen oder Aufgaben wahrnehmen, die direkt zur Energiewende beitragen. Unabhängig vom konkreten Berufsfeld bietet der Einsatz in einer entsprechenden Position langfristige Entwicklungschancen bis hin zu Aufgaben in der Führungsebene.
© 2021 Der Entrepreneurs Club. Alle Rechte vorbehalten. Texte: nicht kommerzielle, auszugsweise Nutzung unter Quellenangabe https://www.karriere-familienunternehmen.de gestattet. Videos: Einbettung und Teilen unter Nutzung der YouTube Original Quelle gestattet. Fotos: © 2021 Der Entrepreneurs Club / United Nations / Pexels
Informiere dich in den Firmenprofilen und finde den perfekten Job für Dich.