Wie kommt KI bei der Belegschaft an?
Wir haben bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Das liegt daran, dass wir von Anfang an auf eine flächendeckende und umfassende Kommunikation und Schulungen gesetzt haben. Wir sind bei uns am Stammsitz mit einer Rollout-Woche gestartet. Zu Beginn hat unser Vorsitzender des Vorstands, Hartmut Jenner, der Belegschaft erklärt, wohin die KI-Reise geht. Es gab in der Kantine Informationsstände, auf den Essenstabletts lagen Blätter mit Tipps zum Prompten, es gab Flyer, Aufkleber und vieles mehr. Wir haben auch einen Preis ausgelobt, den Gemini-Grand-Prix. Der wurde nach einer Juryauswertung vom Vorstand für die besten drei Ideen zur Anwendung von KI vergeben. Seither gibt es regelmäßige KI-Morning-Briefings. Eine Gemini-Gruppe veröffentlicht jede Woche die neuesten Tricks und Kniffe sowie potenzielle Anwendungsfälle im Intranet. Wir hatten natürlich auch kritische Stimmen aus der Belegschaft, aber es waren wenige. Ob sich jemand mit KI anfreunden kann oder nicht, hängt auch mit einer grundsätzlichen Offenheit gegenüber etwas Neuem zusammen. Manche haben einfach Angst, dass sie etwas falsch machen könnten. Das ist menschlich und gut nachvollziehbar bei der Geschwindigkeit der technologischen Veränderungen. Wir haben versucht, ihrer Skepsis zu begegnen, indem wir in jedem Fachbereich zwei oder drei Kollegen als KI-Ansprechpartner etabliert haben. Das hat viele Ängste genommen. Auch hier ist die Kommunikation das A und O.